InLifestyle

DIY – Lass´ ma Ketchup machen!

Because…we can!

Ich liebe Ketchup! Es ist ein wenig unangenehm, wenn ich bei Grillfesten den wohlgedeckten Erwachsenentisch, mit allerlei toller Grillsaucen-Vielfalt verlasse, um bei den Kiddies am Tisch Ketchup zu schnorren. Aber ehrlich, manche Sachen muss man doch einfach mit Ketchup essen! Pommes, angebratene Nudeln, die vegane oder die echte Wurst, dip it in Ketchup, von mir aus auch rotweiß, aber nö, ich brauche nur rot. Die Tomate aus der Flasche. Hmmm lecker!

Plastikmüll reduzieren mit DIY

Über die Zeit haben sich für mich kleinen Ketchup Junkie aber 2 Probleme ergeben: Viele Ketchup Sorten sind in Plastikflaschen verpackt. Diese sind meist klein, handlich, leicht und vor allem schnell leer bei meinem Konsum. Es ergibt sich also jede Menge Plastikmüll. Zugegeben, hier kann man zum Glück auf die großen Glasflaschen zurückgreifen.
2tes Problem ist aber, dass in Ketchup unglaublich viel raffinierter Zucker steckt. Da ich sowieso schon so unglaublich gerne süß esse, versuche ich zumindest raffinierten Zucker weitestgehend zu vermeiden und soviel wie möglich selber zu machen. Für Süßigkeiten gibt es unglaublich tolle Rezepte und gleichzeitig vermeidet man sehr viel Süßigkeiten-Plastikmüll.

Es geht auch ohne raffinierten Zucker

Eines wunderschönen Tages kam mir in einem Standart Supermarkt die Lösung im Ketchup Regal entgegen! Ein Halleluja Moment, mein kleiner Ketchup Himmel machte sich auf: von einer gängigen Marke gab es plötzlich Ketchup gesüsst mit Honig. Wieso war da keiner vorher drauf gekommen? Ach ja, Honig ist ja viel teurer… das sah man auch an der Größe und Art der Flasche, denn es wurde an Menge und Verpackung gespart: eine kleine Super-Squeeze Plastikflasche.
Aber es war eine grandiose Inspiration und die Idee war geboren: Ich habe doch Honig daheim, kaufe ich ein paar Tomaten, müsst ich das doch auch hinbekommen… Und ja! Es hat funktioniert, sogar bestens! Deswegen gibt es bei mir seither fast immer Ketchup a la Caro.

An alle Ketchup Liebhaber da draussen – hier kommt das easy Do-it-yourself Ketchup:

Was ihr braucht an Basic-Zutaten:

  • jede Menge Tomaten!
    Am besten die, die keiner haben will, mit Beulen, evtl. sind sie schon ein bißchen zu weich, zu reif etc. denn die müssen nicht im Müll landen. Natürlich gehen auch gehackte Dosentomaten, passierte Tomaten, oder eine Mischung aus dem was weg muss.
    Funfact: wer reichlich Tomaten isst, kann einen Sonnenschutz der Haut von LSF 5-10 aufbauen.
  • Honig, idealerweise keinen zu herb-würzigen, wie Waldhonig.
  • Brandweinessig oder auch Apfelessig

Was ihr an „Hardware“ braucht:

  • Einen Topf, besser etwas größer als zu klein
  • Einen elektrischen Mixstab, oder ein feineres Sieb zum zerdrücken der Tomatenstückchen
  • Leere Gläser, egal welcher Art, von Marmeladen Glas bis Smoothie Flasche

Zubereitung:

Ich gebe Euch absichtlich keine Mengenangaben, denn man kann es wunderbar individuell hinbekommen, je nachdem wie süß oder sauer man es eben will.

Schneidet die Tomaten in Stücke, so dass nur der grün gelbe Stumpf in der Mitte Abfall wird. Sie müssen nicht sonderlich klein sein, durch das Kochen wird der Rest erledigt. Nun fügt ihr Eure individuellen Gewürze hinzu, die ihr gerne im Ketchup hättet. Meine Lieblingskombi die ich Euch empfehle, ist ein 1/2 -1 TL Salz, Kurkuma und vegetarische Suppenwürze.
Für ein klassisches Curryketchup, je nach Stärke, 1-3 TL Currypulver.

Stellt die Mischung auf den Herd, lasst es einmal hochkochen mit Deckel auf dem Topf.
Hat es sich einmal kurz stark erhitzt, lasst ihr es auf niedriger Flamme ohne Deckel nur noch leicht köcheln, denn das Wasser soll verdampfen, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Nach ca. 1/2 Stunde fügt ihr Essig und Honig hinzu. Auch hier seht und riecht ihr vor allem sofort, wenn eure gewünschte Dosierung erreicht ist. Gebt also lieber zuerst zu wenig, als zuviel dazu. Nachjustieren geht fast noch zu jederzeit.
Hat man nach 2-3 Stunden des Kochens das Gefühl die Sauce ist noch zu flüssig, kann man einfach durch Zugabe von Weizen-, Leinmehl oder auch einer anderen bindenden Mehlart in kleinen Mengen sofort die gewünschte Verdickung erreichen.

Finale:

Nun ist die gewünschte Festigkeit erreicht, die heiße Ketchup Pampe ist nun dunkler gefärbt, aufgrund des zersetzten Honigs und der höheren Dichte. Ein letztes Mal ist Geduld gefragt, um die Sauce abkühlen zu lassen, damit die Gläser nicht beim Einfüllen zerspringen und wir den Mixer nicht verheizen. Wenn ihr die Masse passiert habt, mit Hilfe des Mixers oder durchs Sieb zermalmt, füllt das Ketchup in die Gläser um. Mit Hilfe von einem Trichter, oder auch einem Selbstgebastelten aus Backpapier oder Bienenwachstücher funktioniert es am besten.
Fertig ist euer DIY-KETCHUP!

Bon Appetit! Happy Dipping 🙂

Noch ein kleiner Tipp: Nehmt kleinere Flaschen und friert einen Teil ein, so habt ihr lange etwas davon, ohne, dass etwas schlecht wird. Ansonsten im Kühlschrank aufbewahren.
Ich freue mich über Feedback, wie es Euch schmeckt und was euer Lieblingsgewürztrick ist!

PS: Heute würde ich das Supermarkt Honig-Ketchup mit der, wie ich finde, echt tollen Replace Plastic App scannen, dann wüßten sie, dass ich gerne mehr zahle, wenn die Verpackung nachhaltiger wäre. ( Ad / Werbung da Markennennung )

By
1

You may also like

1 Comment

  • DIY: Genialen Allzweckreiniger selber machen - Exhale the Bullshit

    […] auf noch mehr DIY im Alltag? Caro hat letztens Ketchup selbst gemacht. Super […]

    4. September 2019 at 15:47 Reply
  • Leave a Reply

    Ich akzeptiere