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Nachhaltigkeit für Anfänger: Jede Veränderung zählt

Wie geht Nachhaltigkeit? Martha von Exhale the Bullshit hat ein paar einfache Tipps für dich zusammengeschrieben.

Photo by Alexander Schimmeck on Unsplash

Nachhaltig. Nachhaltigkeit. Buzzwords. Man möchte sie fast nicht mehr verwenden, so allgemeingültig sind sie geworden. Ein „Gummiwort“ sagen viele Autoren. Und tatsächlich stoße ich bei meiner Recherche nach der Definition von „Nachhaltigkeit“ auf eine aktuelle (und auch schon länger anhaltende) solide Diskussion. Ich gehe an dieser Stelle nicht ins Detail, Ihr könnt das natürlich gerne tun. Denn interessant ist natürlich schon, aber darum soll es hier nicht gehen.

Google spuckte mir irgendwann diesen Satz aus: „sich auf längere Zeit auswirkend“. Und ja das fand ich passend. Für mich, mein Leben, meinen Alltag mit meiner 3-Köpfige Familie. Mein Ziel: hier und jetzt kleine Sachen zu verändern, die sich auf längere Zeit für mich, meine Umwelt, meine Mitmenschen lohnen. Ganz nachdem ETB-Motto: What change can you make today?

Ein Beispiel hierfür ist der Wochenmarkt-Einkauf: lange galt es für mich als Luxus auf den Wochenmarkt einkaufen zu gehen. Da muss man sich ja Zeit nehmen und Samstag früh aufstehen. Unvorstellbar. Besser einmal im Supermarkt alles mitnehmen, was man für die Woche braucht, oder? Ja geht, aber geht auch anderes. Ein Wochenmarkt findet auch an anderen Wochentagen statt, fand ich irgendwann heraus. Er unterstützt regionale, saisonale Lebensmittel und ist ein „Unverpackt“-Laden in seiner Ursprungsform. Daher versuche ich langsam aber sicher alle Gemüse/Obst/Käse/Fleisch Einkäufe dort zu erledigen. Mit Stoffbeuteln bewaffnet und einer Liste, die mir ganz klar sagt, was ich in den nächsten Tagen brauche. Und dann, wenn ich einmal die Woche beim REWE bin um die Fischstäbchen und Eis zu besorgen, dann greife ich z.b. lieber zum Honig im Glas und nicht in der praktischen Drücker-Flasche. Sucht nach Alternativen und ihr werdet sie finden. Auch im REWE/LIDL/ALDI/EDEKA und Co.

Plastik-Spielzeug: ich habe eine 3,5 jährige Tochter, die beschäftigt werden muss und sie braucht das geile Zeug. Sprich Lego, Playmobil ect. Was ich kann, kaufe ich hier gebraucht, um keine neue Plastik-Produktion zu unterstützen. Klappt meistens gut und manchmal weniger gut. Gerade zuletzt haben wir einen PAW Patroller von einer Freundin gebraucht erstanden. Die Eltern unter euch wissen, was für ein Plastik-Monster das ist. Die Nicht-Eltern unter euch vergessen das einfach wieder

Plastik-Flaschen: benutze ich nicht mehr. Kaufe ich nicht mehr. Brache ich nicht mehr. Das war wirklich eins der einfachsten Sachen. Wenn ich unterwegs was trinken will (und ich habe nix dabei) dann setze ich mich meist kurz in ein Café und trinke was. Bringt so ganz nebenbei viel Entspannung in den Alltag. Gilt übrigens auch für Kaffee. Ein Kaffee-To-Go Becher ist für mich zu umständlich. Muss eh schon tagtäglich so viel schleppen. Da bleibe ich lieber mal 3-5 Minuten an einer Kaffee-Bar stehen und trinke meine Kaffee in Ruhe.

Fleisch! Oh, das „böse“ Fleisch. Das Fleisch muss gerade viel aushalten. Viele Fakten sprechen für einen Verzicht auf Fleisch, vor allem rotes Fleisch. Ich zähle nur mal die wichtigsten Stichpunkte auf: Klima-Schäden durch Treibahausgase, Ressourcenverschwendung bei Haltung von Tieren, Wasserverschwendung- und Verschmutzung ect. Wer mehr lesen möchte, kann zum Beispiel das hier tun. Noch bin ich nicht soweit Fleisch/Wurst ganz loszuwerden. Aber reduzieren ist für mich gar kein Problem. Ich koche meist 2x die Woche mit Fleisch und achte beim Kauf auf die Qualität. 

Küchen-Gadgets: ich bin nun stolze Besitzerin eine Silikon-Backmatte, versuche mich gerade an DIY-Putzmitteln , wasche meine Mikrofaser Waschlappen und benutze keine Alufolie-oder Frischhalte-Folie mehr. Abdecken kann man Lebensmittel auch in Gläsern, Frischhaltedosen oder in einer Schüssel mit Teller oben drauf. Nur die Rolltücher sind mit Kind einfach zu praktisch. Zu verführerisch. Aber da werde ich sicher bald eine Lösung finden.

Und eins noch: wir haben ganz frisch unser Auto verkauft und probieren das mal ohne. Mit Hilfe von öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad, Car-Sharing Angeboten oder Leih-Autos von Freunden und Verwandten. Ich bin sehr gespannt, wie das laufen wird und werde sicherlich noch darüber berichten.

Neulich telefonierte ich mit meiner Mutter und erzählte ihr von der Silikon-Backmatte, die ich erstanden hatte. Skeptisch kam über das Smartphone zurück: „Aber dann musst du die ja jedes Mal sauber machen“. Darauf ich: „Ja, Mama aber dafür schmeißt du nix nach nur einmaliger Benutzung weg.“ Darauf Mutter: Aber das ist doch nur (Back-)Papier“ Ich: Nein Das ist nicht nur Backpapier. Das ist beschichtet und lässt sich schwer recyceln“. „Mama: „Oh man warum seid ihr denn auf einmal alle so umweltfreundlich geworden?“

Weil wir es jetzt können. Weil wir es jetzt wissen, weil wir jetzt die Auswirkungen und Alternativen kennen. Und weil auch ein kleiner Schritt zählt. Also los los, lasst uns nachhaltig sein. So schwer ist das gar nicht.

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